Pressemeldungen / Mitteilungen
Auszüge und Einblicke - Über Ziele und deren Umsetzung
Auszug: Weser-Kurier, Nr.41 vom 17.02.2001, S.28
"Berliner Freiheit" wird erneuert
Investor will 90 Millionen Mark ausgeben
Stadt baut Zufahrtmöglichkeiten aus
Bremen. Nach Walle-Center und Haven Höövt kommt jetzt die neue "Berliner Freiheit". Das alte Einkaufszentrum in der Vahr wird nach gestern vorgestellten Plänen ab April Stück für Stück abgerissen und anschließend wieder aufgebaut. 90 Millionen Mark will ein privater Investor in das Vorhaben stecken. Bremen wird nach den Worten von Wirtschaftssenator Josef Hattig rund 16 Millionen ausgeben.
"Es ist eine freundliche Investition", erklärte der sichtlich gut gelaunte Hattig. "Wir verändern die Innenstadt. Da müssen wir auch darauf achten, dass die Nebenzentren mithalten". Denn Bremen lebe als Stadt von den Quartieren mit urbanen Qualitäten und den dörflichen Teilen. Hinter den begleitenden Ausgaben steht das "Sofortprogramm Innenstadt und Nebenzentren".
Die Investitionen der öffentlichen Hand konzentrierten sich in der Vahr auf den Straßenbau. "Die Stadt wird zeitgleich zu den Umbauten die Verkehrsanbindung durchführen", versprach der Senator. Er stellte das Engagement in eine Reihe mit anderen Investitionen der Stadt. Neben Walle-Center und Havem Hööft nannte er die Umgestaltung der Pappelstraße in der Neustadt, den Umbau Ostertorsteinweg / Vor dem Steintor und die Schaffung eines neuen Marktplatzes in Huchting.
Den Großteil der Vahrer Investitionen, rund 90 Millionen Mark, übernimmt der jetzige Betreiber, die Grundstücksverwaltungsgesellschaft Dr. Werner Pfeiffer.
"Wir haben das Einkaufszentrum 1981 von der damaligen Gewoba übernommen", berichtete Geschäftsführer Werner Pfeiffer, "und haben seitdem versucht, die vorhandenen Baulichkeiten zu optimieren. Wir sind aber an Grenzen gestoßen". Die Abwanderung von Kunden konnte so nicht verhindert werden.
Aus der Sicht seines Hauses hat die alte "Berliner Freiheit" mehrere Nachteile. Die Verkaufsfläche von 9000 Quadratmetern sei zu klein, es gäbe zu wenig Parkplätze und die Verkehrsanbindung sei schlecht. "Nach langen Diskussionen haben wir endlich eine Einigung gefunden", sagte Pfeiffer. In die Gespräche sei auch der Beirat eingebunden worden, ergänzte der Wirtschaftssenator.
"Wir werden nach dem Neubau 20 000 Quadratmeter Verkaufsfläche haben", berichtete der Geschäftsführer. Den größten Platz wird ein extra-Verbrauchermarkt einnehmen. In dem überdachten, zweigeschossigen Einkaufszentrum soll es daneben eine Mischung aus Fachmärkten, kleineren Geschäften und Gastronomie geben.
"Wir versuchen mit dem Konzept von der reinen Verkaufsmaschine wegzukommen". Mit Eiscafés, Restaurants und Freizeitangeboten solle die sogenannte Mall, früher hieß es wohl Flaniermeile, aufgelockert werden. Der Grünmarkt bleibe erhalten. Die Zahl der Parkplätze wird auf 700 aufgestockt.
Die Mieten werden nach Pfeiffers Auffassung moderat gestaffelt. "Die Quadratmeterpreise liegen je nach Ausstattung zwischen 18 und 65 Mark". Die obere Preisspanne gilt für kleinere Spezialgeschäfte, erklärte der Geschäftsführer. Rund 70 Prozent der Flächen sind nach Unternehmensangaben bereits vermietet. "Wir möchten die jetzigen Mieter behalten", erläuterte er.
Sie sollen die neuen Kunden in die "Berliner Freiheit" ziehen. Hier sehen die Betreiber vor allem nach Oberneuland. Das zeigt sich auch in der Straßenplanung. So soll eine direkte Anbindung an die Richard-Boljahn-Allee geschaffen werden.
Der erste Spatenstich ist für den 2. April geplant. Dann soll zunächst bei einer Weiterführung des Betriebes der östliche Teil abgerissen werden. Anfang 2002 führt die Abrissbirne in den westlichen Teil. Ein Jahr später soll alles in neuem Glanz erstrahlen.
