Pressemeldungen / Mitteilungen
Auszüge und Einblicke - Über Ziele und deren Umsetzung
Auszug: Walle-Center Report, 06. Oktober 1999, S. 5
Das integrierte Center
Paul Hofschröer will den Stadtteil Walle wieder aufwerten
Mit dem Bau des WALLE-CENTER ist der Stadtteil Walle wieder attraktiver geworden, hat einen deutlichen Schritt in Richtung Zukunft getan. Davon sind nicht nur die Investoren des neuen Einkaufszentrums überzeugt, das behauptet auch Paul Hofschröer, der das Konzept eines in den Stadtteil integrierten Einkaufszentrums entwickelt hat. Im Gespräch mit dem WALLE-CENTER-REPORT erläutert der Fachmann für Standort- und Objektmarketing sein Konzept.
Die Stadtteil-Strukturen haben sich in den letzten Jahren im ganzen Bremer Westen zurückentwickelt, die Stadtteile entleeren sich, sagt Hofschröer. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die nachwachsende Generation nicht mehr automatisch die Nachfolge der Eltern im Bereich des Handels antritt. So entstehen nach und nach Versorgungslücken im Einzelhandelsangebot, die über die großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese am Rande der Stadt kompensiert werden. Dazu kommt, dass in den großen Einkaufszentren die Öffnungszeiten immer weiter ausgedehnt werden, wozu die kleineren Geschäfte oft nicht in der Lage sind.
Paul Hofschröer hat sich lange mit solchen Stadtteil-Entwicklungen beschäftigt und weiß, dass wegen der Angebotslücken immer mehr Kaufkraft aus dem Stadtteil abzieht, dass auch die vorhandenen Angebote immer weniger genutzt werden. "Wer ohnehin in das große Einkaufszentrum muss, der erledigt gleich alle Bedürfnisse", weiß Hofschröer. In der Folge gibt es Leerstände im Stadtteil, langsam zeichnen sich soziale Wohnumfeld-Probleme ab.
Mit dem integrierten Center-Konzept glaubt Hofschröer, gegensteuern zu können. Die Angebotslücken im Stadtteil werden wieder ausgefüllt, die Bürger können wieder in ihrem Stadtteil bleiben und dort alles einkaufen, was sie brauchen. "Da wird dann auch wieder das Fachgeschäft in der Nachbarschaft interessant", glaubt Hofschröer. Wenn es keinen Grund mehr gibt, ein Einkaufszentrum außerhalb des eigenen Stadtteils aufzusuchen, bleibt die Kaufkraft im Stadtteil. Das nütze nicht nur dem WALLE-CENTER, das nütze dem ganzen Stadtteil und allen Geschäften, die attraktive Angebote darstellen. Hofschröer: "Es bleibt genug für alle, wenn erstmal die Bewohner dieses Stadtteils zum Einkaufen im Stadtteil bleiben". Es gilt wieder das Prinzip der Nachbarschaft.
Zum integrierten Konzept gehört auch, dass alle Dienstleistungen vor Ort präsent sind, die mittelfristig von jedem in Anspruch genommen werden: Ärzte, Apotheke, Reinigung und Polizei zum Beispiel sind im neuen WALLE-CENTER präsent. Insgesamt also stellt die Einweihung dieses Centers ein positives Signal für den Stadtteil Walle dar.
